|
|
||||
|
|
Katholische Pfarrgemeinde | |||
|
|
||||
|
|
Wallfahrt nach Assisi und Rom 2006 |
|||
|
Montag, den 21. bis Mittwoch, den 23.08.2006 Mit dem Beginn des Gottesdienstes am 21.08.2006 begann auch unsere Wallfahrt nach Assisi und Rom. Im Gottesdienst hörten wir den ersten Teil der Bergpredigt, die uns während der gemeinsamen Zeit begleitete. Nach dem Beladen des Busses begann die lange Fahrt. Als wir die anstrengende Fahrt hinter uns hatten, waren wir bereits auf italienischem Gebiet. Zum Mittagessen wurden wir mit heißen Würstchen von unserer tollen Service-Küche verwöhnt. Endlich, nach ca. 23 Stunden Fahrt waren wir in unserem Hotel „Frate Sole“ („Aufgehende Sonne“). Wir belegten unsere Zimmer, freuten uns auf die Duschen und auf das langersehnte Abendessen. Jedoch...war der Koch einige Stunden zuvor gestorben. Die Not war groß, der Hunger noch größer, doch der Chefkellner übernahm seinen Posten in der Küche. Nach dem Abendessen hatten wir unsere erste Begegnung mit der Altstadt von Assisi. Am Abend fielen alle tot müde ins Bett. Mittwochmorgen, nach dem Frühstück und der kurzen Morgenandacht, fuhren wir abermals in die Altstadt Assisis und begannen in der Basilika San Francesco den Spuren des Heiligen Franziskus zu folgen. Zuerst gingen wir in die Krypta, dem Grab des Hl. Franziskus, wo wir gemeinsam das „Vater Unser“ beteten. Anschließend besichtigten wir die Oberkirche mit Gemälden aus seinem Leben. Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause begann unsere Fußwallfahrt nach San Damiano. Hier hörte Franziskus die Stimme Gottes, die vom Kreuz zu ihm sprach: „Bau meine Kirche wieder auf!!“ Dies tat er auch und errichtete die Kirche. Nach beendigter Arbeit merkte er, dass nicht die Mauern der Kirche gemeint waren, sondern das Gemeindeleben. Von dort aus gingen wir weiter nach Rivotorto, wo wir einen Gottesdienst feierten und unsere Wallfahrtskreuze bekamen. Donnerstag, den 24.08.2006 Wieder einmal begann der Tag ziemlich früh, doch es machte uns nichts aus. Diesmal fuhren wir nicht mit dem Bus, sondern liefen zu Fuß. Als wir auf dem Platz vor der Basilika Santa Maria degli Angeli ankamen, setzen wir uns auf die Stufen, wo Klaus Freckmann uns ein paar Infos zur Kirche gab und gingen hinein. Stille, jeder ist erstaunt von der Größe und der Schönheit der Kirche. Außerdem war das Sprechen in allen Kirchen verboten. Sobald es lauter wurde, hörte man nur eine Männerstimme: „Silentio, sssccchhhh...“. In der Mitte der Basilika stand ein kleines Steinhaus, die frühere Kirche, die Portiunkula - Kapelle. Zutiefst beeindruckt schauten wir uns um. Nach einer Weile verließen wir die Kirche, natürlich schweigsam. Nach dem Besuch der Basilika konnten wir uns den Ort noch genauer anschauen. Halb vier: unser ständiges Begleitmittel, der Bus, ist auf dem Weg zum Trasimenischen Meer - natürlich nicht ohne uns, die Freiwilligen, die sich den See nicht entgehen lassen wollten. Etwa eine dreiviertel Stunde später tauchte er am Ziel auf. Dort stiegen wir aus dem Bus und machten uns auf dem Weg zum See. Am Wasser dann die erfreuliche Nachricht: Der Strand besteht nicht aus Kieselsteinen, wie uns vorher mitgeteilt wurde. Einen kleinen Dämpfer versetzte es unseren Erwartungen doch, denn das Gras war nicht das einzige Grüne, was sich am See befand. Nicht nur im, sondern auch auf dem Wasser befanden sich Algen. Diese wären vermutlich eine Schwimmbehinderung gewesen, sodass uns nichts anderes übrig blieb, als das Wasser nur sehnsüchtig anzusehen. Allerdings gab es tatsächlich eine beschwimmbare Fläche, nämlich den zusätzlich gebauten Pool. Dort verbrachte ein Teil von uns seine Zeit oder spielte Volleyball auf den angelegten Feldern. Um uns von der Hitze des Tages abzukühlen, gab es zum Schluss noch etwas Regen. Als wir wieder in unserem Lieblingsfortbewegungsmittel saßen, waren wir trotzdem froh, unsere Aufmerksamkeit endlich wieder unserem Essen und den Kellnern widmen zu können. Abends ging es dann noch auf einen kurzen Spaziergang zur Eisdiele. Freitag, den 25.08.2006 Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer informativen Morgenandacht mit einem weiteren Vers aus der Bergpredigt, fuhren wir mit dem Bus nach Assisi. Wir folgten weiter den Spuren von Franz von Assisi und gingen durch mehrere bedeutende Kirchen, die sein Leben geprägt hatten. Auf unserem Weg kamen wir an Franziskus´ Eltern vorbei, die den Bruch des Verhältnisses zwischen ihm und seinen Eltern zeigen sollte. Seine Mutter hatte symbolisch dazu Ketten in den Händen, die zerrissen waren und sein Vater trug die Kleider von Franziskus. Als wir vor der Statue standen, erklärte Klaus uns mit bewegenden Worten die Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Nachdem sich dann alle wieder gesammelt hatten, konnten wir noch die restliche Zeit in Assisi verbringen und sind dann zurück zum Hotel gefahren. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung. Samstag, 26.08.2006 in Rom Der Samstag begann für einige schon um vier Uhr morgens. Wir bereiteten den Geburtstag von Ingrid Lude vor. Das reguläre Frühstück begann um 5:15 Uhr. Eine Dreiviertelstunde später waren alle im Bus und Dino, unser Busfahrer, konnte losfahren. Ein Großteil der Wallfahrer setzte den unterbrochenen Schlaf fort. Gegen 8:30 Uhr hielt der Bus an einer roten Ampel vor den Toren des Vatikans. In einer mehrfach geprobten Aktion verließen wir den Bus in weniger als einer Minute. Nachdem wir in kürzester Zeit die Kontrollen des Vatikans passiert hatten, konnten wir uns nach einer knappen Einführung durch Klaus Freckmann ca. zwei Stunden frei im Vatikan bewegen. Neben dem Petersdom waren noch die Krypta und die Kuppel des Domes zwei weitere Highlights. Um 12:00 Uhr versammelten sich alle unter dem Fenster des päpstlichen Arbeitszimmers und wir machten uns auf den Weg zur Engelsburg. Nach kurzer Pause folgten wir Klaus Freckmann zum Piazza Navona. Von dort aus ging es zur so genannten „Schreibmaschine“, dem Rinascimento. Nach einer Verschnaufpause standen wir oberhalb des Forum Romanum mit Blick auf das Kolosseum. Die nächste größere Pause legten wir beim Trevibrunnen ein. Dieser war bei dem heißen Wetter eine beliebte Abkühlung. Unsere letzte Station erreichten wir um ca. 15:30 Uhr. An der spanischen Treppe bot sich für uns die letzte Möglichkeit Fotos von Rom zu machen. Gegen 16:30 Uhr sprangen alle wieder im Eiltempo in unseren, an einer Ampel stehenden Bus, der uns dann nach Santa Maria degli Angeli brachte. Trotz der großen Anstrengungen feierten wir abends noch den Geburtstag von Ingrid Lude, wobei Klaus Freckmann seine stark schmerzenden Füße hochlegen konnte. Für alle Beteiligten blieb dieser Tag etwas Besonderes. Sonntag, den 27., bis Dienstag, den 29.08.2006 Am Sonntag sind wir mit Taxen zur Einsiedelei „Eremo della carcari“ gefahren. Dort sollten wir einzeln und in Stille 45 Minuten über uns und unser Leben nachdenken. Wer hat im Alltag schon dazu die Möglichkeit?! Anschließend war geplant, dass wir in einer Kapelle einen Abschlussgottesdienst feiern, doch es ging nicht, da dort eine italienische Messe stattfand. Wir wurden von Mönchen zu einer anderen Kapelle gewiesen, die weiter in der Natur war, doch dies fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser, da es eine Freiluftkapelle war und ein starkes Gewitter nahte. Wir gingen zurück zur Einsiedelei und dachten, dass es keinen Gottesdienst geben würde. Doch dann führte uns ein Mönch in einen kleinen Raum mit Altar, der zum privaten Bereich gehörte. Dort feierten wir eine Messe, genauso wie es Franziskus früher getan hat. Als es einen Stromausfall aufgrund des Gewitters gab, war es noch authentischer. Es war für alle ein sehr emotionaler Gottesdienst. Nach dem Mittagessen hatten wir alle Freizeit. Am Abend fuhren wir in die Altstadt von Assisi und sangen gemeinsam auf dem Marktplatz. Der Tag der Abreise, Montag, war gekommen. Wir beluden den Bus und auf dem Heimweg machten wir einen Abstecher nach Venedig. Wir fuhren mit einer Fähre ans Festland und gingen zum Markusplatz. Wir hatten ca. dreieinhalb Stunden zur freien Verfügung und schauten uns unter anderem die Rialto Brücke an. Als wir wieder im Bus waren, wurde es sehr schnell still, da alle vom Tag erschöpft waren. Als wir am Dienstagmorgen die Frühstückspause machten, waren wir schon wieder im kalten und nassen Deutschland. Um 17.00Uhr kamen wir an unserer Kirche Sankt Birgitta an. Wir feierten einen kurzen Abschiedsgottesdienst. Danach trennten sich unsere Wege nach neun gemeinsamen Tagen. Wir finden, dass wir als Gruppe mehr und mehr zusammen gefunden, uns untereinander gut verstanden haben und diese schöne Zeit niemals vergessen wollen. Wir hoffen, dass Sie nun einen Einblick in unsere Wallfahrt haben. Wir bedanken uns bei allen, die dies ermöglichten!! Die Teilnehmer/innen der Wallfahrt nach Assisi und Rom 2006
|
||||
|
|
||||